Lies Reifen- und Radangaben im CoC zusammen mit der Fahrzeugidentität und den zugehörigen Achsen. Im hier verwendeten EU-Papiermuster für M1-Fahrzeuge stehen die angebrachte Kombination unter 35 und zusätzliche Kombinationen bei 52. Übernimm vollständige Kombinationen und ihre Bemerkungen aus deinem eigenen Dokument; aus einzelnen Größen entsteht keine beliebige Auswahl.
Illustrationsmotiv · keine Modell- oder Produktzuordnung
Das richtige CoC und seine Fahrzeugklasse erkennen
Die Lesehilfe bezieht sich auf Anhang VIII der EU-Verordnung 2020/683, konsolidierte Fassung vom 1. Januar 2024: Teil 1, Muster A1 für vollständige Fahrzeuge, und den technischen Teil 2 für Klasse M1. Teil 1 enthält Typ, Variante und Version unter 0.2, die Fahrzeugklasse unter 0.4 sowie FIN und Herstellungsdatum unter 0.10/0.11. Prüfe diese Identität zuerst. Ein gleichnamiges Modell oder ein fremdes CoC genügt nicht. Andere Fahrzeugklassen, ältere Muster und mehrstufig hergestellte Fahrzeuge sind nach ihrem eigenen Dokumentaufbau zu lesen.
Ein eigenes Leseblatt ohne erfundene Reifenwerte
Die Tabelle ist eine selbst erstellte Übertragungshilfe aus dem amtlichen Muster. Sie enthält keine ausgefüllte Fahrzeugfreigabe, keine Muster-FIN und keine erfundene Radkombination. Trage in deinem Leseblatt Fundstelle und Originalwortlaut ein. Kopiere zusammengehörige Reifen-/Radangaben einschließlich Achsbezug und Bemerkungen als Gruppe. Wenn dein CoC eine Angabe anders bezeichnet oder verteilt, behalte diese Gliederung bei. Eine unlesbare oder nicht eindeutig zugeordnete Zelle bleibt offen, bis der Hersteller sie für dein Fahrzeug geklärt hat.
Weitere Spalten siehst du, wenn du die Tabelle seitlich verschiebst. Mit der Tastatur: Tabelle fokussieren und Pfeiltasten verwenden.
Eigenes CoC-Leseblatt: M1-Papiermuster nach EU 2020/683, Fassung 01.01.2024
Fundstelle im Muster
Aus dem eigenen Original übernehmen
Grenze des Eintrags
Teil 1: 0.2
Typ, Variante, Version als gemeinsame Fahrzeugidentität
Handelsname unter 0.2.1 ist kein Ersatz
Teil 1: 0.4, 0.10, 0.11
Fahrzeugklasse, FIN und Herstellungsdatum
Fremde FIN oder andere Dokumentklasse nicht übertragen
Teil 2: 1 und 3
Anzahl der Achsen/Räder und Lage der angetriebenen Achsen
Antriebslage bezeichnet keine alternative Radfreigabe
Teil 2: 16.2
Technisch zulässige Masse jeder einzelnen Achse
Keine selbst erzeugte Reifen-/Indexzeile
Teil 2: 29
Angegebene Fahrzeug-Höchstgeschwindigkeit
Fehlendes Geschwindigkeitssymbol nicht daraus frei ergänzen
Teil 2: 35
Angebrachte Reifen-/Radkombination samt tatsächlichen Parametern und Zuordnung
Im amtlichen Muster stehen Platzhalter, keine Dimensionen
Teil 2: 52 und Fußnote 160
Zusätzliche Kombinationen und zugehörige technische Parameter/Bemerkungen
Zusammengehörige Achsgruppen erhalten; Alternativen nicht mischen
Original bleibt mehrdeutig oder unvollständig
Fundstelle und offene Frage markieren; passenden Herstellerbeleg beschaffen
Keine ET, Index-, Druck- oder Achsangabe erfinden
Die angebrachte Kombination und zusätzliche Einträge unterscheiden
Im M1-Muster benennt 35 die angebrachte Reifen-/Radkombination und gegebenenfalls Angaben für die Ermittlung der CO₂-Emissionen. Bei 52 folgen Anmerkungen und technische Parameter zusätzlicher Reifen-/Radkombinationen. Fußnote 160 erlaubt weitere Kombinationen im Anmerkungsfeld und behandelt gegebenenfalls mitgelieferte Winterräder als zusätzliche Kombinationen, auch wenn sie nicht montiert sind. Lies deshalb 35 und 52 gemeinsam. Die dortigen Parameter ersetzen nicht die Zuordnung zu deinem Rad und deiner Achse; ein Rollwiderstands- oder Labelwert ist keine neue Reifengröße.
Achszeilen und Alternativen als Kombination erhalten
Schreibe Achse 1 und Achse 2 sowie jede im Original genannte Kombination getrennt ab. Ordne Achsnummern am Original zu; die Reihenfolge einzelner Größen belegt noch keine Vorder- oder Hinterachse. Übernimm Größe, Last- und Geschwindigkeitssymbol, Felgenangaben und zugehörige Hinweise so, wie sie für diese Kombination angegeben sind. Setze keine Vorderachszeile einer Alternative mit der Hinterachszeile einer anderen zusammen. Ist die Zuordnung unklar, lass sie am Original erläutern. Die technisch zulässige Masse je Achse steht im M1-Muster unter 16.2; sie ist keine Aufforderung, eine fehlende Reifenkennung selbst aus einem Lastindex zu ergänzen. Ein kalter Betriebsdruck wird ebenfalls aus der passenden Fahrzeugvorgabe übernommen.
Ein gleicher Größenfund kann aus einem anderen Dokument stammen
Konkreter Gegenfall: Die aktuelle ABE-Lesehilfe zeigt 215/40 R18 in der Alutec-Anlage 19 für ein bestimmtes Zubehörrad und eine eingegrenzte A-Klasse-Gruppe. Diese Größenzeile wird dadurch nicht zu einem Eintrag 35 in deinem CoC. Ebenso ersetzt ein Größen-/Ausstattungsangebot aus dem ID.3-Modellarchiv keinen vollständigen CoC-Eintrag für deine FIN. Volkswagen erklärt in seiner aktuellen Räder-FAQ, dass die Zulassungsbescheinigung Teil I nur eine Auswahl von Rad-/Reifenkombinationen enthält. Ein Unterschied zum dortigen Größenpaar ist daher ein Anlass, den passenden Nachweis zu lesen; er genehmigt nicht jede unaufgeführte Größe.
Ein Papier-CoC ist seit Juli 2026 nicht für jedes Neufahrzeug der einzige Weg
Artikel 36 Absatz 2 der Verordnung EU 2018/858 sieht seit 5. Juli 2026 den Wegfall der Pflicht zur Papierausstellung vor, wenn der Hersteller die Bescheinigung als strukturierte Daten nach Artikel 37 Absatz 1 bereitstellt. Gelesen wurde die konsolidierte Fassung vom 2. August 2026. Daraus folgt keine Aussage, dass für jedes ältere Fahrzeug schon ein öffentlich abrufbarer Datensatz vorhanden ist. Bei fehlenden oder unklaren Unterlagen klärst du den zu deinem Fahrzeug gehörenden Nachweis mit dem Hersteller beziehungsweise seiner zuständigen Stelle. Eine fremde Papierkopie ergänzt weder fehlende Daten noch eine geänderte Zubehörkombination.
Mit vollständigen Originalzeilen weitergehen
Halte für den nächsten Schritt die zugeordnete Dokumentfassung, deine Fahrzeugidentität und jede vollständige Reifen-/Radgruppe samt Achsen und Hinweisen bereit. Dieser Leseschritt bestätigt keine nachträgliche Größenänderung, keine Zubehörfelge und keine Änderungsabnahme nach § 19 StVZO. Wenn die gewünschte Kombination aus deinen Unterlagen nicht eindeutig hervorgeht, nutze den verlinkten Änderungsweg. Der Finder hilft anschließend beim Ordnen der bestätigten Reifenkennung; er füllt keine unbekannten CoC-Zellen als Freigabe aus.
Schritt für Schritt
Eigenes CoC und zugehörige Dokumentfassung sichern
Typ, Variante, Version und FIN zuordnen
Fahrzeugklasse und passenden Musteraufbau prüfen
35 und zusätzliche Einträge bei 52 gemeinsam lesen
Komplette Achsgruppen samt Parametern erhalten
Mehrdeutige Zellen am passenden Herstellerbeleg klären
Datenstand dieser Einordnung: 9. Oktober 2026. Das Leseblatt ist eine eigene, unbefüllte Arbeitshilfe aus dem amtlichen M1-Papiermuster der Fassung 01.01.2024. Es ist kein CoC eines konkreten Fahrzeugs. Die aktuelle Grundverordnung 2018/858 wurde in der Fassung 02.08.2026 gelesen; der Datenweg bestätigt keine flächendeckende Abrufbarkeit alter CoCs. Zubehörrad-ABE, Modellarchiv und Reifenlabel bleiben eigene Nachweistypen.