Winterreifentest lesen: drei Fahrprofile vergleichen
Beginne mit deiner schwierigsten unvermeidbaren Fahrt, dann prüfe die dazugehörigen Teilnoten. Eine gute Gesamtnote allein beantwortet weder die Frage nach dem Schneeverhalten noch nach der Nässeleistung. Vier konkrete Varianten aus dem ADAC-Winterreifentest 2025 zeigen unten drei Wege: den nassen Arbeitsweg, regelmäßige Schnee- und Eisstrecken und viele Winterkilometer. Die Beispiele ordnen Originalergebnisse; sie sind keine eigenen Fahrtests oder Zusage für dein Fahrzeug.
Illustrationsmotiv · keine Modell- oder Produktzuordnung
Welche Daten gehören überhaupt zu deinem Vergleich?
Die vier Tabellenbeispiele stammen aus dem ADAC-Test 2025 in 225/40 R18, jeweils mit Index 92 V. Die Übersicht vom 23. September 2025 umfasst insgesamt 31 Modelle in 225/40 R18 H/V. Testfahrzeug war ein VW Golf; eine vollständige Motor-, Baujahr-, Felgen- oder Druckzuordnung geben diese öffentlichen Ergebnisfelder nicht her. Vergleiche Modellgeneration, Dimension und Index mit deinem vorgesehenen Artikel, bevor du dessen Ergebnis übernimmst.
Niedrigere Noten bedeuten hier bessere Bewertungen: 1,6 bis 2,5 ist gut, 2,6 bis 3,5 befriedigend und 3,6 bis 4,5 ausreichend. Die Matrix zeigt bewusst vier unterschiedliche Gegenfälle, keine vollständige Rangliste. Nassbremswege gelten für ABS aus 80 km/h auf Asphalt, Schnee für ABS aus 30 km/h auf festgefahrenem Schnee und Eis für ABS aus 20 km/h auf poliertem Eis. Die Meterwerte sind Ergebnisse der jeweiligen Prüfung, keine zugesicherten Bremswege auf deiner Straße.
Weitere Spalten siehst du, wenn du die Tabelle seitlich verschiebst. Mit der Tastatur: Tabelle fokussieren und Pfeiltasten verwenden.
Vier ausgewählte Originalvarianten aus dem ADAC-Wintertest 2025: alle 225/40 R18 92 V. Noten und Messungen bleiben ihrer jeweiligen Kategorie zugeordnet; die letzte Spalte ist unsere Auswahlfrage. Keine aktuelle Rangliste aller 31 Modelle.
Getestetes Modell / Gesamt
Trocken / Nass
Winter: Schnee und Eis
Umwelt / Prognose
Eigene Profilfrage
Goodyear UltraGrip Performance 3 / 2,0
Trocken 2,5; Nass 1,8; Nass-Asphalt 31,7 m
Winter 2,2; Schnee 9,7 m; Eis 16,7 m
Umwelt 1,7; 76.500 km; Abrieb 50 mg/km/t
Nasser Arbeitsweg: vollständige Nässeleistung zuerst; Kilometer erst nach der Eignungsfrage
Michelin Pilot Alpin 5 / 2,1
Trocken 1,9; Nass 2,3; Nass-Asphalt 32,2 m
Winter 2,1; Schnee 9,4 m; Eis 16,3 m
Umwelt 2,0; 67.000 km; Abrieb 50 mg/km/t
Schnee-/Eisroute: Winterkommentar lesen; Aquaplaning quer laut ADAC nur befriedigend
Hankook Winter i*cept evo3 W330 / 2,4
Trocken 2,3; Nass 2,3; Nass-Asphalt 32,9 m
Winter 2,6; Schnee 9,7 m; Eis 17,4 m
Umwelt 1,9; 72.400 km; Abrieb 56 mg/km/t
Gute Gesamtnote erfüllt eine eigene Bedingung „Winter mindestens gut“ nicht
Firestone Winterhawk 4 / 3,6
Trocken 3,6; Nass 2,6; Nass-Asphalt 33,0 m
Winter 2,2; Schnee 9,7 m; Eis 16,1 m
Umwelt 2,7; 48.800 km; Abrieb 72 mg/km/t
Gute Winter-Teilnote rettet Trocken/Fahrsicherheit 3,6 nicht
Profil 1: Der unvermeidbare nasse Arbeitsweg
Eigener Beispielfall: Du fährst regelmäßig auf nassen Straßen und kannst Regenfahrten nicht verschieben. Lies zuerst die Nässe-Teilnote und anschließend den vollständigen Nässekommentar. Beim Goodyear UltraGrip Performance 3 stehen Nässe 1,8 und 31,7 m Asphaltbremsweg neben Gesamt 2,0. Beim Michelin Pilot Alpin 5 stehen Nässe 2,3 und 32,2 m neben Gesamt 2,1. Beide sind in dieser Kategorie gut; die Ergebnisse unterscheiden sich dennoch.
Die Nässebewertung enthält auch Aquaplaning, Handling und Seitenführung. Ein einzelner Bremsweg ersetzt sie nicht. Beim Michelin beschreibt der ADAC das Aquaplaning quer nur als befriedigend. Halte deshalb als Ergebnis deiner Vorauswahl die passende vollständige Teilbewertung fest, nicht bloß den kürzesten Meterwert. Eine gemessene Aufschwimmgeschwindigkeit ist keine erlaubte oder sichere Geschwindigkeit für deine Regenfahrt. Auch der trockene Rückweg und mögliche Winterstrecken bleiben Teil der Entscheidung.
Profil 2: Schnee und Eis auf wiederkehrenden Strecken
Eigener Beispielfall: Du erreichst deinen Arbeitsort oder deine regelmäßige Winterroute auch bei Schnee und Eis. Hier musst du den Winterkommentar zusätzlich zur Winter-Teilnote lesen. Beim Michelin lautet Winter 2,1; Schnee-Bremsweg 9,4 m und Eis-Bremsweg 16,3 m. Beim Hankook Winter i*cept evo3 W330 lautet Winter 2,6; Schnee 9,7 m und Eis 17,4 m. Der Hankook-Kommentar nennt Schneehandling und Eisbremsen nur befriedigend. Gesamt 2,4 macht daraus keine durchweg gute Winterleistung.
Als ausdrücklich eigene Auswahlbedingung kannst du verlangen, dass die Winterkategorie mindestens gut bewertet ist. In diesem konkreten Vergleich erfüllt der Hankook diese Bedingung nicht. Das ist eine offen gewählte Priorität, keine neue ADAC-Gesamtnote und keine allgemeine Straßensperre für das Modell.
Der Firestone Winterhawk 4 zeigt die Grenze einer Schnee-/Eiswahl besonders deutlich: Winter 2,2 und Eis 16,1 m stehen neben Trocken 3,6, Fahrsicherheit 3,6 und Gesamt 3,6. Sein guter Winterwert gleicht die ausgeprägte Trocken-Schwäche nicht aus. Die 16,1 m sind auch kein Beleg für den kürzesten Eisbremsweg im gesamten 31er-Feld. Eine Winterroute besteht meist aus mehr als ihrer schneebedeckten Passage.
Profil 3: Viele Kilometer im gemischten Wintereinsatz
Eigener Beispielfall: Du fährst viel und möchtest nach der Sicherheitsprüfung auch den Verschleiß berücksichtigen. Der Goodyear hat Umweltbilanz 1,7, eine prognostizierte Laufleistung von 76.500 km und Abrieb von 50 mg je Kilometer und Tonne Fahrzeuggewicht. Beim Michelin stehen Umweltbilanz 2,0, 67.000 km und ebenfalls 50 mg/km/t. Beim Hankook stehen Umweltbilanz 1,9 und 72.400 km; seine Winter-Teilnote bleibt trotzdem 2,6. Eine lange Prognose hebt diese Schwäche nicht auf.
Die Kilometer stammen aus der Hochrechnung bis 1,6 mm Profil. Sie sind weder deine bestätigte Lebensdauer noch die nutzbaren Winterkilometer bis zu einer früher notwendigen Erneuerung. Einsatz, Zustand und tatsächliche Messungen am Satz können früher begrenzen. Auch Umweltbilanz bedeutet mehr als Laufleistung: Der ADAC berücksichtigt zusätzlich Abrieb, Effizienz, Geräusch und Nachhaltigkeit. Wähle unter den für deine schwierigsten Fahrten geeigneten Kandidaten; ordne erst dann Umwelt- und Angebotsdaten daneben.
Warum eine Teilnote die Rechnung begrenzen kann
Der ADAC gewichtet Fahrsicherheit mit 70 Prozent und Umweltbilanz mit 30 Prozent. Innerhalb der Winterreifen-Fahrsicherheit zählen Trocken 30, Nass 40 und Winter 30 Prozent. Innerhalb der Winterkategorie entfallen 25 Prozent auf Schneebremsen, 15 auf Schneetraktion, 40 auf Schneehandling und 20 auf Eisbremsen. Deshalb bedeutet eine gute Winter-Teilnote nicht automatisch den kürzesten Eisbremsweg.
Eine Note von 2,6 oder schlechter in Trocken, Nass oder Winter schlägt auf die Fahrsicherheit durch: Deren schlechteste Kategorie bestimmt dann diese Note. Beim Hankook wird deshalb Winter 2,6 auch Fahrsicherheit 2,6. Ist Fahrsicherheit oder Umweltbilanz 3,6 oder schlechter, bestimmt die schlechteste dieser beiden Hauptnoten das Gesamturteil. Beim Firestone ergibt das Fahrsicherheit und Gesamt 3,6.
Rechne aus den veröffentlichten gerundeten Noten keine angeblich neue offizielle Gesamtnote. Du darfst eigene Prioritäten aufschreiben und Kandidaten begründet ausschließen; du darfst damit die Original-Abwertung nicht wegmitteln.
Eine ausgefüllte Auswahlnotiz statt eines neuen Testsiegers
Für Profil 1 lautet die Notiz beispielsweise: Nässe unvermeidbar; Goodyear 1,8 und Michelin 2,3 in der passenden 2025er Variante vergleichen; bei beiden die gesamte Nässebeschreibung lesen. Für Profil 2: Gute Winterkategorie als eigene Mindestbedingung; Michelin 2,1 weiter prüfen, Hankook 2,6 erfüllt diese Bedingung nicht; Firestone trotz Winter 2,2 wegen Trocken/Fahrsicherheit 3,6 nicht durch einen Schnee-Einzelwert retten. Für Profil 3: Erst dieselben Sicherheitsfragen klären, danach Goodyear 1,7/76.500 km und Michelin 2,0/67.000 km als datierte Umwelt-/Prognosedaten nebeneinanderhalten.
Trage deine tatsächliche Strecke und den Grund für jede Priorität dazu ein. Eine Note ist keine prozentuale Gripreserve oder Unfallwahrscheinlichkeit. Fehlende Temperatur-, Wiederholungs- oder Unsicherheitsangaben werden nicht mit erfundenen Zahlen ergänzt. Die hier genannten Ergebnisse dürfen weder auf eine andere Größe noch auf eine spätere Generation übertragen werden.
Artikel und Fahrzeugunterlagen zuletzt zusammenführen
Ein Test ordnet Eigenschaften der getesteten Reifen. Er bestätigt keine individuelle Rad-/Fahrzeugkombination und ersetzt keine Reifen- oder Zustandsprüfung. Für die Bestellung brauchst du zusätzlich die bestätigte Größe und Ausführung, die passenden Belastungs- und Geschwindigkeitsanforderungen sowie die dazugehörigen Fahrzeug- und Radunterlagen. Das Alpine-Symbol beantwortet eine Kennzeichnungsfrage; es macht aus unterschiedlichen Testergebnissen keine identische Winterleistung.
Wenn der passende Artikel von der getesteten Variante abweicht, notiere den fehlenden Vergleich offen. Die Testpreise sind datierte Orientierungswerte, keine heutigen Angebote. Vergleiche mit deinen bestätigten Angaben und deinem dokumentierten Fahrprofil erst die tatsächlich angebotenen Varianten.
Schritt für Schritt
Testjahr, Modellgeneration, Dimension und Index exakt festhalten.
Unvermeidbare Strecke zuerst zu Trocken-, Nässe- und Winterkategorie zuordnen.
Schneehandling, Eisbremsen und Aquaplaning zusätzlich zur Teilnote lesen.
Abwertungen erhalten; keine gerundete eigene Rechnung als ADAC-Urteil ausgeben.
Umweltprognose bis 1,6 mm von nutzbaren Winterkilometern und Zustand trennen.
Fahrzeug-/Radunterlagen und tatsächlichen Artikel vor einem Angebot bestätigen.
Suchergebnisse sind keine persönliche Produktempfehlung oder Fahrzeugfreigabe. Lieferbarkeit, Preis und Versand prüfst du beim Partner am gewählten Artikel.
Werbung · Partnerlink: Bei einem Kauf können wir eine Provision erhalten. So arbeitet Reifendieb.
Quellen und Einordnung
Datenstand dieser Einordnung: 9. Oktober 2026. Datengrundlage: ADAC-Winterreifentest 2025, Übersicht vom 23. September 2025 und vier konkrete Produktvarianten in 225/40 R18 92 V; abgerufen am 9. Oktober 2026. Drei Fahrprofile und deren Prioritäten sind eigene Auswahlbeispiele, keine neu berechneten ADAC-Urteile oder persönlichen Eignungszusagen. Die 76.500 km stammen aus der Goodyear-Produkttabelle; die Übersicht rundet im Fließtext auf 76.000. Felgen-, Druck-, Temperatur- und Wiederholungsangaben werden daraus nicht ergänzt. Prognosekilometer sind keine bestätigte persönliche oder winterliche Nutzungsdauer.