Halte vor dem Ausbau die bisherige Position fest und gib jedem Reifen beziehungsweise Komplettrad eine eigene Zuordnung. Verbinde Etikett, Abschrift und Übergabebogen, damit ein gemischter Stapel oder vertauschte Taschen nicht die Identität ersetzen. Vor dem Transport brauchst du zusätzlich eine zum Fahrzeug und zur tatsächlichen Ladung passende Sicherung. Die Etiketten dokumentieren den letzten Einsatz; sie bestimmen keinen späteren Montageplatz.
Illustrationsmotiv · keine Modell- oder Produktzuordnung
Vor dem Ausbau die Position eindeutig notieren
Schreibe VL, VR, HL und HR aus Sicht der Fahrtrichtung: vorn links, vorn rechts, hinten links und hinten rechts. Erfasse die Position, solange das Rad noch eindeutig zugeordnet ist. Michelin empfiehlt in seinem deutschen Lagerungsartikel diese Notiz vor dem Abnehmen; Continental nennt im Reifen-Ratgeber 2025 Kreidemarkierungen wie VR und HR als Zuordnungshilfe. Ist der Satz bereits vermischt, wird eine unbekannte frühere Position als unbekannt festgehalten. Aus Abrieb oder einer allgemeinen Rotationsgrafik wird sie nicht nachträglich geraten. Diese Dokumentation ist keine Anleitung, einen Reifen selbst von der Felge abzuziehen.
Satzkennung und Einzelkennung miteinander verbinden
Vergib eigene Notizzeichen: etwa Satz A und die Exemplare A-01 bis A-04. Das sind deine Ordnungszeichen, keine Hersteller-Seriennummern. Zu A-01 gehören das Etikett am tatsächlichen Objekt, seine Abschrift und die zugehörigen Fotos. Notiere außerdem Ausbau-/Übergabedatum und ob es sich um einen Reifen ohne Felge oder ein komplettes Rad handelt. Verwende eine schonende, entfernbare Positionsmarkierung wie die von Continental genannte Kreide oder ein geeignetes äußeres Etikett. Beschädige dafür weder Reifen noch Felge und nutze das Ventil nicht als Traggriff oder Zurrpunkt. Bei einem separaten Etikett bleibt die Kennzeichnung lesbar und außerhalb der Funktionsflächen. Die eigenen vier Etikettmuster zeigen die Felder; sie enthalten keine geprüften Reifendaten.
Eigene Etikettmuster: Positionsnamen in Fahrtrichtung. Einzelkennung mit tatsächlichem Objekt und Bogen abgleichen. Keine Herstellerkennzeichnung, Montageempfehlung oder Ladungssicherungsanleitung.
Kennung, Orientierung und sichtbaren Befund je Exemplar erhalten
Übernimm Modell, ganze Dimension, Indexpaar und vorhandene Zusätze je Reifen. Bei Kompletträdern ergänze die bekannte Radkennung und vorhandene RDKS-Zuordnung, ohne eine nicht bekannte Sensornummer zu erfinden. Schreibe einen tatsächlich vorhandenen ROTATION-Pfeil und INSIDE/OUTSIDE getrennt ab oder notiere nicht lesbar. Ein bloßes Outside beweist keine bestimmte Laufrichtung. Die bisherige Position und der künftige Montageplatz bleiben verschiedene Felder. Michelin warnt vor beliebigem Umsetzen; den späteren Positionsplan klärst du anhand des konkreten Fahrzeugs und Reifens. Die Tabelle ist der eigene Übergabebogen; ihre Einträge sind Aufgaben für deine tatsächlichen Exemplare.
Weitere Spalten siehst du, wenn du die Tabelle seitlich verschiebst. Mit der Tastatur: Tabelle fokussieren und Pfeiltasten verwenden.
Eigener Übergabebogen: je tatsächlichem Reifen oder Komplettrad kopieren. Zuordnung dokumentieren; keine Lagerungs-, Zustands-, Montage- oder Transportfreigabe.
Feld
Deine bestätigte Eintragung
Offene Frage getrennt behalten
Satz / Exemplar / Datum
Eigene Satzkennung + Einzelkennung; Ausbau-/Übergabedatum
Etikett, Tasche, Foto und Objekt widersprüchlich?
Bisherige Position / Objektart
VL / VR / HL / HR in Fahrtrichtung; Reifen ohne Felge oder Komplettrad
Vorherige Position unbekannt; künftige Montageposition noch ungeklärt
Tatsächlicher Pfeil-/Outside-Wortlaut; Auffälligkeit, Einzelkennung und Foto
Foto oder Notiz ersetzt keine Innenprüfung
Transport / Sicherung
Anzahl, tatsächliche Ladung, Fahrzeug und passende Befestigungsmittel/-punkte
Tragfähigkeit, Ladeanordnung oder Sicherungsmethode noch offen
Empfang / Arbeitsauftrag
Tatsächlich übergebene Einzelkennungen; Empfänger, Datum, vereinbarte Arbeit
Empfang und ausgeführte technische Prüfung getrennt bestätigen
Den ausgebauten Satz schonend vorbereiten
Die deutschen Michelin-Hinweise nennen die Kontrolle auf Beschädigungen und ungleichmäßigen Abrieb, Reinigung mit Wasser, gründliches Trocknen sowie das Entfernen von Steinen oder Ablagerungen aus den Profilrillen. Notiere vorgefundenen Schaden mit Einzelkennung und Foto; „keine Auffälligkeit gesehen“ ist kein vollständiger Innenbefund. Ein möglicherweise eingedrungener Nagel ist kein bloßer loser Profilstein: Entferne ihn nicht als Teil einer Transportvorbereitung, sondern lasse den konkreten Befund fachlich klären. Halte Verpackung, Etiketten und lose Teile von empfindlichen Bauteilen fern. Continental weist bei ContiSeal ausdrücklich auf die klebrige Innenlage hin; dort sollen keine Gegenstände oder Materialien hineingeraten. Felgen- oder Reifentaschen können Oberflächen schützen, ihre Beschriftung bleibt mit dem tatsächlichen Inhalt abzugleichen.
Die tatsächliche Ladung zum Transportfahrzeug zuordnen
Zähle die tatsächlich übergebenen Objekte und halte Reifen ohne Felge und Komplettrad auseinander. Kläre die vorgesehene Ladung zusammen mit übriger Zuladung, Fahrzeuginsassen, verfügbarer Tragfähigkeit und den Lade-/Sicherungsvorgaben des konkreten Transportfahrzeugs. Aus „vier Pkw-Räder“ ergibt sich weder ein bekanntes Gewicht noch eine allgemeine Zuladungsfreigabe. Notiere das Fahrzeug, den Ladebereich und die verwendete Sicherungslösung; fehlen passende Angaben, wird die Beförderung mit Betrieb oder Fahrer geklärt, bevor geladen und losgefahren wird. Ein geeigneter Abhol- oder Transportservice ist eine mögliche Lösung für einen Satz, den du im vorhandenen Fahrzeug nicht sicher unterbringen kannst.
Vor Abfahrt auch Vollbremsung und Ausweichen berücksichtigen
§ 22 Absatz 1 StVO verlangt, die Ladung einschließlich Sicherungsgeräten so zu verstauen und zu sichern, dass sie auch bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutscht, umkippt, rollt, herabfällt oder vermeidbaren Lärm erzeugt; dabei gelten die anerkannten Regeln der Technik. Ordne deshalb die rollfähigen Räder und Reifen einer passenden Sicherung im vorgesehenen Ladebereich zu. Verwende nur dafür geeignete Befestigungspunkte und Mittel nach den konkreten Fahrzeug-/Mittelvorgaben; ein Reifenventil ist kein Ladungsanker. Eine geschlossene Heckklappe, eine kurze Strecke oder eine Reifentasche allein belegen die Sicherung nicht. Die Norm gibt hierfür weder eine universelle Anzahl von Gurten noch eine Zugkraft für vier beliebige Räder vor. Ist die passende Befestigung oder Tragfähigkeit ungeklärt, fehlt ein notwendiger Teil der Transportvorbereitung.
Zwei Übergabefälle zeigen unterschiedliche offene Aufgaben
Eigener Fall A: Etikett A-02 nennt die frühere Position VR; ein anderer Montageplatz ist noch nicht bestätigt. Der Übergabebogen bleibt trotzdem eindeutig, wenn A-02, Reifenabschrift und Foto zusammengehören. Die Positionsnotiz wird nicht zur Anweisung „wieder VR montieren“. Eigener Fall B: Auf der Tasche steht A-03, der markierte Inhalt trägt A-04. Kläre zuerst, welches Objekt zu welcher Abschrift gehört, statt beide Angaben als erledigte Satzzuordnung weiterzureichen. Beide Fälle sind selbst erstellte Notizbeispiele. Auch bei korrekten vier Etiketten ist vor Abfahrt die Ladungssicherung eine eigene Aufgabe; die Beschriftung erzeugt weder eine Transport- noch eine Zustandsfreigabe.
Bei der Übergabe Anzahl, Befund und Auftrag bestätigen
Gleiche mit dem Empfänger jedes Objekt und seine Einzelkennung ab und halte die tatsächlich übergebene Anzahl fest. Ordne sichtbare Auffälligkeiten, bekannte Druckverlust-/Reparaturereignisse und die vereinbarte Arbeit zu: etwa Prüfung, Einlagerung oder späterer Radwechsel. Notiere fehlende Etiketten oder unlesbare Kennungen ausdrücklich. Eine Empfangsbestätigung beweist zunächst die Übergabe, keine ausgeführte Zustands-, RDKS- oder Montageprüfung. Bewahre deinen Bogen und die zugeordneten Fotos auf. Dauerhafte Lagerpositionen stehen auf der Lagerungsseite, die spätere Rotation auf der Positionswechselseite. Falls eine bestätigte Prüfung Ersatzbedarf ergibt, kannst du bestätigte Fahrzeug-/Reifenangaben im Finder ordnen; er dokumentiert keine Übergabe und plant keine Ladungssicherung.
Schritt für Schritt
Vor dem Ausbau bisherige Position und eigene Einzelkennung je Objekt festhalten.
Abschrift, Foto und Etikett abgleichen; sichtbare Auffälligkeiten und fehlende Angaben erhalten.
Tragfähigkeit und konkrete Ladungssicherung vor Abfahrt klären; Empfang und Arbeit getrennt dokumentieren.
Datenstand dieser Einordnung: 9. Oktober 2026. Grundlage sind die Michelin-DE-Hinweise und § 22 Absatz 1 StVO, Abrufstand 9. Oktober 2026, sowie die Continental-Betriebshinweise zur Reifenlagerung auf den gedruckten Seiten 128–129 des Reifen-Ratgebers 2025. Lagerungsdruck und langfristige Lagerpositionen sind keine Transportvorgaben. Allgemeine Rotationshinweise legen keinen Positionsplan für deinen konkreten Satz fest. Bogen, Etiketten und Fälle sind eigene Ordnungs- und Übergabeschemata. Sie ersetzen weder die Untersuchung deiner Räder noch die passende Ladungssicherung.