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Wissen, das weiterhilft

Erdbewegungsreifen: Codes in ein TKPH-Einsatzprotokoll übersetzen

E, G und L bezeichnen verschiedene Gebrauchskategorien. Sie liefern noch keine Einsatzentscheidung für die konkrete Maschine. Ein brauchbarer TKPH-Auftrag verbindet den vollständigen Reifenartikel mit Last, Fahrzyklus, Boden und Temperatur.

Die Antwort Schritt für Schritt lesen

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Illustratives Fahrzeugmotiv auf einer Bergstraße im Abendlicht, ohne tatsächliche Modellzuordnung
Illustrationsmotiv · keine Modell- oder Produktzuordnung

Die Gebrauchskategorie zuerst zuordnen

Michelin trennt C für Verdichter, E für Transport bei Erdbewegung, G für Grader sowie L für Lader und Bulldozer. Der Code beschreibt den Grundscope. Notiere ihn zusammen mit Maschine und Arbeit: Ein Transportzyklus eines Dumpers ist nicht derselbe Einsatz wie die Arbeit eines Laders. Der Code ersetzt weder das Maschinenmaß noch den vollständigen Reifenartikel.

Ein Herstellerbeispiel vollständig lesen

Das aktuelle Michelin-Beispiel L3T kombiniert den standardisierten L3-Scope mit dem Michelin-Zusatz T für Traktion. L3 betrifft hier normale Profiltiefe im Lader-/Bulldozerscope; T ist keine eigenständige internationale Freigabe. Halte die vollständige Kombination fest. Wenn ein Angebot nur die Dimension nennt, fehlen damit noch Profil, Mischung und der passende Arbeitsbereich.

Weitere Spalten siehst du, wenn du die Tabelle seitlich verschiebst. Mit der Tastatur: Tabelle fokussieren und Pfeiltasten verwenden.

Daten für den TKPH-Auftrag
DatenfeldEintragenWarum es gebraucht wird
Maschine / Position Identität, Arbeit und Radposition Gebrauchsscope richtig zuordnen
Reifenartikel Größe, Profil, Mischung, vollständiger Code Gleiche Größe kann verschiedene Kapazität haben
Lasten Leer und beladen mit Quelle Tatsächliche Belastung erfassen
Zyklus Strecke, Dauer und Arbeitsanteile Den wirklichen Betriebsablauf beschreiben
Temperatur / Boden Örtliche Bedingungen und Zeitpunkt 38 °C ist ein Hersteller-Bezug, keine Ortsmessung
Ergebnisbeleg Artikelzeile plus Anwendungsprüfung Kein Einsatzentscheid allein aus E/G/L

Mischung und Temperatur zum Artikel hinzufügen

Die Michelin-Unterlage erklärt, dass selbst gleiche Größe und gleiches Profil mit verschiedenen Mischungen verschiedene TKPH-/TMPH-Kapazitäten haben können. Der Bezugswert beruht auf 38 °C Umgebungstemperatur. Schreibe deshalb neben dem genauen Artikel dessen Mischung und bezeichneten TKPH- beziehungsweise TMPH-Wert. Kilometer- und Meilenangaben sind getrennte Einheiten und werden nicht durch das bloße Ändern einer Überschrift gleichgesetzt.

Den realen Einsatz auf einer eigenen Karte erfassen

Die Karte enthält Maschine, Radposition, tatsächliche Leer-/Beladungslasten, Zyklusstrecke, Zyklusdauer, Arbeits-/Stillstandsanteile, Gelände und relevante Umgebungstemperaturen. Sie ergänzt die Artikelunterlage. Lege Quelle und Messzeitpunkt daneben, statt einen fehlenden Lastwert aus der Maschinenbezeichnung zu raten. Die TKPH-Auslegung des Betriebs berücksichtigt anschließend den tatsächlich erfassten Zyklus und die passenden Herstellerkorrekturen. Hier wird kein numerischer Einsatzgrenzwert aus E, G oder L abgeleitet.

Ein protokollierter Vergleich zeigt die fehlende Information

Lesebeispiel: Zwei Angebote nennen dieselbe Dimension und L3T. Angebot A nennt zusätzlich Mischung und TKPH-Datenblatt; Angebot B nennt weder Mischung noch TKPH. Die Kennungen allein belegen daher keine gleiche Arbeitsfähigkeit. Gib dem Anbieter von B die Einsatzkarte und fordere die vollständige Artikelzeile an. Erst zwei vollständig bezeichnete Angebote lassen sich im gleichen Einsatzscope abgleichen. Dies ist ein Dokumentenvergleich, keine erteilte Freigabe für eine erfundene Baustelle.

Mit einer beantwortbaren Anfrage weitergehen

Übergebe Einsatzkarte und beide Artikelunterlagen zusammen. Frage konkret, welcher Artikel die dokumentierte Last und den Zyklus unter den örtlichen Bedingungen abdeckt. Lass Abweichungen an Last, Geschwindigkeit oder Zyklus ebenfalls dokumentieren. Die Antwort soll auf den bezeichneten Artikel und die erfasste Anwendung zurückverweisen. Ein Angebot mit nur Größe und Klassifikationscode bleibt unvollständig, auch wenn der Code grundsätzlich zur Maschinenart passt.

Schritt für Schritt

  1. Vollständige Reifenidentität sichern
  2. Die richtige Einsatz- oder Fahrzeugklasse dokumentieren
  3. Zusammengehörige Kennungen und Werte zusammen lesen
  4. Originalunterlagen mit Dokumentstand weitergeben
  5. Fehlende Anwendungsdaten vor Nutzung klären

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Quellen und Einordnung

Datenstand dieser Einordnung: 8. Oktober 2026. Die Originalfassungen und ihre Geltungsbereiche stehen beim jeweiligen Dokumentfall. Herstellerangaben sind Eigenangaben. Bezeichnete Rechen- und Lesebeispiele bestätigen keine andere Teilekombination oder Fahrzeug-/Maschinenfreigabe.

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Der Finder hilft, Angaben zu ordnen. Er kann fehlende Fahrzeugfreigaben und Produktbelege nicht ersetzen.

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