Lochkreis und Einpresstiefe: zwei verschiedene Maße
Der Lochkreis beschreibt das Lochbild: den Durchmesser eines Kreises durch die Mittelpunkte der Schraubenlöcher. Die Einpresstiefe beschreibt dagegen den Abstand zwischen Radmitte und innerer Anlagefläche. Beide Angaben stehen in Millimetern, beantworten aber verschiedene Fragen. Zwei eigene Geometrieübungen zeigen die Bezugspunkte, ohne ein bestimmtes Rad oder eine Fahrzeugpassung zu bestätigen.
Illustrationsmotiv · keine Modell- oder Produktzuordnung
Der Lochkreis gehört zur Ansicht auf das Lochbild
RONAL definiert den Lochkreis in seinen deutschen FAQ als Durchmesser des Kreises, auf dem die Mittelpunkte der Schraubenlöcher liegen. Die Bezugspunkte sind die Lochmitten, nicht die äußeren Ränder der Löcher. Ein Durchmesser ist außerdem kein Radius. Die Skizze zeichnet einen eigenen gedachten Kreis; sie ist keine vermessene Serienfelge und nennt kein Fahrzeug, das diesen Lochkreis benötigt.
Die ET gehört zur Radmitte und Anlagefläche
Die Einpresstiefe bezeichnet nach derselben FAQ den Abstand der Radmitte zur inneren Anlagefläche des Rads, angegeben in Millimetern. Dafür betrachtet die zweite Skizze zwei Ebenen in einer eigenen Koordinatenübung: die Radmitte und die Anlagefläche. Ein einzelnes Schraubenloch oder der Lochkreis legt diesen Abstand nicht fest. Die hier gelesene kurze FAQ legt keine vollständige Vorzeichen- oder Freigängigkeitsregel für jedes Rad fest; die Übung bleibt ausdrücklich ein vorzeichenloser Abstand.
Die erste maßstäbliche Übung: 112 mm sind nicht 56 mm
Unser frei gewählter Übungskreis hat 112 mm Durchmesser und damit 112 ÷ 2 = 56 mm Radius. Die markierten Lochmitten liegen auf dem Kreis. In der SVG-Zeichnung entsprechen in beiden Ansichten jeweils zwei Zeichnungseinheiten einem Millimeter; diese Größenrelation bleibt bei einheitlicher Verkleinerung erhalten. Die Anzeige auf deinem Bildschirm und ein beliebiger Ausdruck sind jedoch keine Messlehre. Der Kreis mit gedachten fünf Lochmitten ist keine bestätigte 5×112-Felge oder Montagefreigabe.
Weitere Spalten siehst du, wenn du die Tabelle seitlich verschiebst. Mit der Tastatur: Tabelle fokussieren und Pfeiltasten verwenden.
Zwei eigene hypothetische Geometrieübungen; keine reale Radvermessung oder Fahrzeugzuordnung
Frage
Gedachte Bezugspunkte
Eigene Rechnung
Begrenzung
Lochkreis-Durchmesser
Kreis durch gedachte Lochmitten
D = 112 mm
Lochmitten, nicht äußere Lochränder
Radius desselben Kreises
Mittelpunkt bis Kreis
112 ÷ 2 = 56 mm
Radius nicht als Lochkreis-Durchmesser abschreiben
Vorzeichenloser Ebenenabstand
Radmitte x = 100 mm; Anlagefläche x = 135 mm
|135 − 100| = 35 mm
Kein bestätigtes ET-Vorzeichen eines echten Rads
Geometriezeichnung
2 SVG-Zeichnungseinheiten je mm in beiden Panels
Einheitlich skalierbare Relationen
Bildschirm/Print nicht als physische Messlehre verwenden
Konkretes Rad / Fahrzeug
Kennung, Genehmigung, Befestigung und Freiräume
Hier nicht geprüft
Kein Passungsbeweis aus Lochkreis und Abstand
Eigene gedachte Geometrie: 112 mm Durchmesser, 56 mm Radius und |135 − 100| = 35 mm Ebenenabstand. Beide Panels verwenden denselben Zeichnungsmaßstab; Bildschirm und Ausdruck sind keine physische Messlehre. Kein bestätigtes ET-Vorzeichen oder Fahrzeugnachweis.
Die zweite maßstäbliche Übung: 35 mm zwischen zwei Ebenen
In unserem eigenen Achskoordinatensystem liegt die Radmittenebene bei x = 100 mm und die gedachte innere Anlagefläche bei x = 135 mm. Ihr Abstand beträgt |135 − 100| = 35 mm. Der Ursprung x = 0 wurde für die Übung frei gewählt. Deshalb sind 135 mm keine ET, und aus dem gezeichneten Abstand wird kein verifiziertes positives oder negatives ET-Kennzeichen eines echten Rads. Die Grafik zeigt die Rechnung samt Bezugspunkten; sie belegt keine Felgenbreite, Kontur oder Bremsfreigängigkeit.
Ein gemeinsamer Millimeterwert macht die Maße nicht austauschbar
Der Durchmesser des Lochmittenkreises und der Abstand zwischen Radmitte und Anlagefläche bleiben zwei getrennte Größen. Gleicher Lochkreis bedeutet nicht gleiche ET. Gleiche ET bedeutet nicht gleiches Lochbild. Auch eine Übung mit gleichen Zahlen würde die unterschiedlichen Bezugspunkte nicht beseitigen. Trage im Abgleich vollständige Radkennungen, Lochbild und ET als eigene Felder ein und kennzeichne jede Herkunft als Radablesung, Dokumentangabe oder eigene Rechnung.
Für die konkrete Felge fehlen weiterhin weitere Nachweise
Nach der RONAL-Montageanleitung I.2 gehören Felge, Fahrzeug und Reifengröße zur passenden Zulassungsunterlage; die nackte Felge wird vor der Reifenmontage auf Passung geprüft. Lochkreis und ET allein beantworten weder Anlageflächen, Befestigungsteile, Tragfähigkeit, Freigängigkeit noch alle Genehmigungsauflagen. Das Größenwerkzeug behandelt nominale Reifenmaße und kennt diese Radbedingungen nicht. Eine Distanzscheibe oder ein Bremseingriff wird aus der Übung nicht empfohlen.
Deine Radangaben mit ihren Bezugspunkten weitergeben
Für eine konkrete Anfrage notierst du Radhersteller/Typ, ganze Kennungen und Maße, Fahrzeugausführung sowie die passende Dokumentfassung. Verwechsle ein gezeichnetes oder berechnetes Übungsmaß nicht mit einer abgelesenen Radangabe. Fehlt ein Wert oder ist seine Zuordnung unklar, bleibt das Feld offen. Der Finder nutzt bestätigte Reifen-/Fahrzeugangaben zum Vergleich; er misst kein Lochbild und bestätigt keinen ET-Umbau.
Schritt für Schritt
Lochkreis auf Lochmitten und Durchmesser beziehen.
Radmitte und innere Anlagefläche als eigene ET-Bezugspunkte benennen.
Eigene Rechnung von abgelesenem Radmaß unterscheiden.
Vorzeichen, Felgenbreite und Freiräume nicht aus der Kurzdefinition ergänzen.
Passende Rad-/Fahrzeugunterlage und tatsächliche Prüfung gesondert klären.
Datenstand dieser Einordnung: 10. Oktober 2026. Die Begriffsbezüge stammen aus den deutschen RONAL-FAQ beim archivierten Abruf vom 9. Oktober 2026. Für die Unterlagen- und Passungsgrenze wird die RONAL-Anleitung August 2025, I.2/I.6, herangezogen. Kreisdurchmesser 112 mm, Radius 56 mm und die Koordinaten 100/135 mm sind unsere eigenen Übungsannahmen. Die maßstäblichen SVG-Relationen stellen keine vermessene Felge, Vorzeichenfreigabe oder physische Messlehre dar.